Von Herz zu Herz – Wenn dein Haustier deinem inneren Kind begegnet

Tiere spüren, was wir nicht aussprechen.
Und sie erinnern uns an etwas, das wir vielleicht schon viel zu lange vergessen haben:
Wie es sich anfühlt, ganz man selbst zu sein.

Und genau hier beginnt die Magie:
Dein inneres Kind – das sich oft versteckt und doch so viel zu sagen hat –
findet einen stillen Zuhörer.
Einen Verbündeten.
Einen, der ohne Bedingungen liebt und ohne Masken sieht.

Wir Tierfreunde sind uns einig:

„Mein Tier kann mich genau verstehen.“

Vielleicht hast du schon einmal daran geglaubt, dass dein Tier versteht, was du meinst – obwohl du es gar nicht ausgesprochen hast. Und hier wird’s faszinierend! Denn oft ist es dieser Glaube, der echte Begegnung überhaupt erst möglich macht.

INHALT

  1. Kommunikation ohne Worte – sondern mit Herz
  2. Was sagt die liebe Wissenschaft?
  3. Erfahrungen – und ein stilles Staunen
  4. Wie dein Haustier dich versteht – und warum das mehr mit dir zu tun hat, als du denkst
  5. Der Booster-Effekt des inneren Kindes
    1. Dein inneres Kind glaubt fest daran: Ich werde verstanden.
    2. Und so leicht darf’s sein!
  6. Wenn dein inneres Kind deinem Alltag begegnet: Woran glaubst du als Nächstes?
  7. Fazit

Kommunikation ohne Worte – sondern mit Herz

Unsere Haustiere begleiten uns mit einer ganz besonderen Präsenz. Weil sie etwas in uns berühren, das wir selbst kaum greifen können. Sie brauchen keine Sprache, um zu wissen, was in uns vorgeht. Und oft haben wir mit ihnen so viel weniger Konflikte als mit Menschen. Vielleicht, weil wir uns auf einer anderen Ebene begegnen: Jenseits von Logik, direkt von Herz zu Herz.

In der klassischen Tiererziehung lag der Fokus lange auf dem Thema Dominanz. “Zeig ihm, wer der Boss ist“, hieß es. Heute aber ändert sich etwas. Immer mehr Menschen entdecken:

Nicht Befehle führen zum Ziel – sondern Begegnung.

Und ganz besonders: Die Begegnung mit unserem echten Selbst.

Denn in der Gegenwart eines Tieres musst du nichts erklären. Du darfst einfach nur sein. Und das verändert jede Begegnung. Deine Energie wird klar. Deine Körpersprache ist authentisch. Deine Kommunikation glaubwürdig.

Was sagt die liebe Wissenschaft?

Untersuchungen zeigen: Der Umgang mit Haustieren aktiviert unser Belohnungssystem. Besonders wenn wir uns mit unserem Tier verständigen, schüttet unser Gehirn Dopamin aus – das Glückshormon. Wir spüren tiefe Freude, Vertrauen, Zugehörigkeit. Kein Wunder, dass sich der Moment dieser Begegnung oft wie ein kleines Wunder anfühlt.

Und mehr noch: Tiere nehmen nicht nur unsere Stimme wahr, sondern vor allem unsere Stimmung.

Studien belegen, dass Hunde menschliche Emotionen über Tonfall und Mimik erfassen können. Pferde reagieren sensibel auf Körpersprache, Atmung, Herzschlag und emotionale Energie. Katzen erkennen unser Stresslevel – und meiden es, wenn wir unausgeglichen sind. Kurz: Tiere verstehen viel mehr, als wir denken.

Unsere Beziehung ist für die wortlose Verständigung und das harmonische Miteinander ausschlaggebend. Ohne Verbindung – keine gute Kommunikation. Soweit so logisch. Jedoch spielt hier die Beziehung zu uns selbst die wichtigste Rolle. „Innere Stabilität“ ist hier das Stichwort.

Erfahrungen – und ein stilles Staunen

Mein Schwesterherz erzählte mir kürzlich über ein Erlebnis mit ihrem Pferd. Sie wollte, dass er an einer bestimmten Stelle wartet – ganz ohne Halfter und ohne Strick.

„Ich habe einfach daran geglaubt, dass er meine Körpersprache versteht. Und es hat funktioniert – obwohl er das Kommando zum Warten noch gar nicht kannte.“

Auch ich habe das schon erlebt. Wenn mein Pferd sich erschreckt, erkläre ich ihm innerlich, was los ist. Ich glaube, dass er mich versteht – und er beruhigt sich sofort. Ohne Zügel, ohne Druck. Nur durch unsere Verbindung. Kein Vergleich zu Kommandos und Co. und beliebig oft wiederholbar. Man kann wirklich nur staunen!

Und was ist mit Hund, Katze & Co?

Viele Hundebesitzer berichten ähnliches: Wenn sie innerlich stabil sind und wirklich meinen, was sie sagen, folgt der Hund fast wie von selbst. Ohne scharfen Ton, ohne Strenge – einfach, weil die Energie klar ist.

Und Katzen? Nun, Katzen gelten als eigensinnig. Aber wer sich mit ihnen verbunden fühlt, kennt diese magischen Momente: Wenn du nur denkst, dass du sie brauchst – und sie plötzlich neben dir liegt. Ohne Lockruf, ohne Bestechung. Einfach, weil sie dich spürt.

Die Erfahrungsberichte, die bestätigen, wie wirksam die innere Haltung in der Beziehung ist, sind mannigfaltig! Ob Kaninchen, Schlange oder Papagei – selbst Goldfischen kann man so nah sein, dass sie uns wortlos verstehen. Und sogar über die Begegnung mit Wildtieren häufen sich die Berichte. Vor allem, wenn man ein verletztes oder verwaistes Wildtier in Obhut nimmt, erhält man zum Dank eine tiefe Verbundenheit und einander verstehen klappt kinderleicht!

Wie dein Haustier dich versteht – und warum das mehr mit dir zu tun hat, als du denkst

Es ist ganz klar – wir lieben unsere Haustiere! Ein Blick vom Fellknäuel auf dem Schoß und unsere Herzen schmelzen dahin.

Und wir freuen uns erst recht, wenn unser Tier auf uns hört und einen Wunsch für uns ausführt. Es entsteht regelrecht das Gefühl einer Komplizenschaft: Wir gehören zusammen und ziehen am selben Strang.

Es sei denn, wir ziehen in entgegen gesetzte Richtungen.

Das Interessante im Austausch passiert ja in unsichtbarer Form: Nonverbale Kommunikation, unbewusste Äußerungen, subtile Botschaften.

Und von all‘ dem kriegen wir gar nix mit. Unser Unterbewusstsein liest unser Gegenüber in einem Augenblick und erfährt mehr über den Absender und die Hintergründe des Gesagten, als unsere Ohren sich je erträumen können.

Nun stelle man sich vor, Unterhaltungen wären völlig frei von „gesagtem Inhalt“ und bestünden ausschließlich aus nonverbaler Kommunikation.

Und schon betreten wir die Welt der tierischen Begegnung, die ja bekanntermaßen auch ohne das menschliche Sprachverständnis bestens zurecht kommen. Sie verständigen sich mühelos und sprachlos.

Sowohl Äußerungen, als auch das, was wir wahrnehmen wirkt von innen nach außen. Unsere innere Haltung bestimmt den Ton, der die Musik macht oder eben zum Katzenjammer wird. Der Schlüssel liegt also hinter dem, was klar auf der Hand liegt. Aber was läuft schief, wenn wir scheinbar ins Leere sprechen und Dackel Waldi mit einem Fragezeichen auf der Stirn zurückstarrt?

Ganz klar, an Waldi kann es nicht liegen. Als Tier ist er ein Meister in der nonverbalen Kommunikation. Wir müssen das Fragezeichen unbewusst ausgesendet haben.

Sind wir denn wirklich so wirr in unserer „unterschwelligen Wortwahl“?
Wahrscheinlich machen wir nichts grundlegendes falsch. Der feine Unterschied liegt oft in den widersprüchlichen Botschaften, die wir senden.

Viel häufiger, als es uns lieb wäre, senden wir diese verflixten “Mixed Messages” an unser Gegenüber – übrigens auch in der Kommunikation von Mensch zu Mensch.

Solche subtilen widersprüchlichen Signale führen schnell zu Missverständnissen, da unsere Absichten nicht klar kommuniziert werden. Und Absichten haben eine total spannende Botschaft! 

Unser Unterbewusstsein achtet besonders auf die Absichten hinter dem Gesagten, um einzuschätzen, ob gerade Freund oder Feind mit uns spricht.

Will mir der andere etwas Gutes? Oder muss ich aufpassen?

Wenn wir widersprüchliche Signale empfangen, fällt es unserem inneren Aufpasser schwer, diese Frage zu beantworten. Das Ergebnis: automatisch wird Distanz aufgebaut – ein unsichtbarer Sicherheitsabstand, den wir gar nicht wollten und der völlig unnötig ist.

Widersprüchliche Signale, unklare Botschaften und schon ist das arme Haustier nicht mehr sicher, ob es uns noch länger zuhören möchte. Was fehlt, ist nicht das, was du denkst! Denn es braucht nicht mehr Fachwissen über Rasse, Erziehung und dieses bestimmte Hirnareal, das Informationen verarbeitet. 

Was es braucht, damit man sich wieder begegnet – klar und deutlich – das entsteht im Inneren. In der Kommunikation von Herz zu Herz.

Es liegt an uns – es liegt in uns – ob wir verständlich kommunizieren. Missverständnisse haben ebenfalls mit uns zu tun. Doch jetzt kommt die super gute Nachricht:

Missverständnisse stellen NICHT unsere gesamte Beziehung in Frage. Sondern gerade mal unsere Message!

Es braucht also einen Message-Verstärker – einen Botschafts-Booster!

Denn in Wahrheit fragt dich dein Tier nicht: „Was willst du von mir?“
Sondern:
„Bist du bei dir?“

Der Booster-Effekt des inneren Kindes

Wenn du dich traust, von Herz zu Herz zu sprechen – mit einem Blick, einem Atemzug, einer leisen Geste – öffnest du nicht nur die Verbindung zu deinem Tier, sondern auch die zu dir selbst.

Zurück zu deinem Gefühl.
Zurück zu deinem Vertrauen.
Zurück zu dem Teil in dir,
der die Welt mit leuchtenden Augen sieht und weiß:
Alles ist miteinander verbunden.

Dein inneres Kind glaubt fest daran: Ich werde verstanden.

Denn dein inneres Kind ist frei von diesem nagenden Zweifel, ob wortlose Sprache nicht vielleicht doch bloß ein unseriöses Gerücht ist. Es fragt sich nicht, ob es mit Dackel Waldi kommunizieren kann, es ist sich sicher, dass das kinderleicht ist.

Was dein inneres Kind nicht verlernt hat, ist die Art der Begegnung, die mühelos Spezies-übergreifend funktioniert. Diese kitschig anmutende und doch vollkommen reale – von Tieren täglich praktizierte – Herz zu Herz Begegnung.

Von Experten in der Kommunikation mit Tieren wissen wir schon lange, die unbewussten Botschaften werden von Tieren immer verstanden. Warum aber wirkt der Glaube daran, verstanden zu werden, wie ein Turbobooster in der Begegnung?

Ganz einfach: Wenn wir bei unserem Gegenüber ankommen wollen, müssen wir zuerst bei uns selbst ankommen.

Je überzeugter wir von etwas sind, umso sicherer sind wir. Wir glauben daran, dass etwas funktioniert – wir sind uns ganz sicher, dass es funktioniert. Das ist ein maßgeblicher Unterschied.

Glaube erzeugt also Sicherheit. Und Sicherheit macht uns klar. Und wenn wir klar sind, sind wir verständlich – für jedes Wesen, egal ob zwei- oder vierbeinig.

Unsere innere Sicherheit – unsere innere Stabilität – wirkt von innen nach außen.
Und verändert alles:

Ganz ehrlich – wie will man das noch missverstehen?

Und so leicht darf’s sein!

Anstatt den nächsten Guru in Sachen Erziehung oder Training zu ermitteln, den geplanten Urlaub zu canceln, um den weisen Experten zu finanzieren und zu versuchen, der weltbeste Dompteur zu werden, wäre es wichtiger – von effektiver ganz zu schweigen – sich innerlich zu stabilisieren.

Der Rest kommt von allein, denn vom Rest kriegen wir wieder gar nix mit, weil das was zählt unbewusst vermittelt wird.

In der Begegnung, egal ob mit Oma Greta oder mit Dackel Waldi, geht es also um eindeutige und vertrauensvolle Verständigung – und darum, an sich selbst zu glauben.

Wenn dein inneres Kind deinem Alltag begegnet: Woran glaubst du als Nächstes?

Was wäre, wenn wir diesen Gedanken mitnehmen in unseren Alltag?
Nicht nur in der Kommunikation mit Tieren – sondern mit allem um uns herum.

Und was wäre, wenn es gar nicht so viel braucht, für eine gute Verständigung. Was wäre, wenn es nur eine Verfeinerung der Begegnung braucht und dann sogar die Ersatzmaßnahmen (wie das Anbinden beim Warten etc.) nicht mehr nötig sind. Wie viel echte Begegnung nutzen wir tatsächlich im Umgang mit unserem Haustier? Und wo kannst Du physische Maßnahmen durch Verständigung ersetzen?

Vielleicht beginnt alles damit, dass wir uns trauen,
an etwas Unglaubliches zu glauben.

Denn genau dann passieren die Wunder.
Und wir erleben mehr dieser kostbaren Herzhüpf-Momente, die uns zeigen:

“Wir beide begegnen uns ohne Masken.“

Fazit

Tiere hören nicht nur auf Worte. Sie hören auf unsere innere Wahrheit.

Wenn wir innerlich echt und stabil sind, wenn wir meinen, was wir sagen, und daran glauben, verstanden zu werden, wird Kommunikation zu Verbindung – und Verbindung zu Vertrauen.

Dein inneres Kind zeigt dir mühelos den Weg zu echten Begegnungen von Herz zu Herz, weil es weiß, alles ist miteinander verbunden und Verständigung ist kinderleicht!

Also: Woran glaubst du als Nächstes?

Und was wäre, wenn dein Tier das schon längst verstanden hat?


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