Zwei vergnügte Geister und was es mit ihnen auf sich hat
Es gibt Erinnerungen, die bleiben einem nicht einfach im Kopf – sie hüpfen darin herum. So ist das bei mir mit „Hupps“ und „Hä?“. Zwei Gestalten, die ursprünglich aus meiner Kindheit stammen und nun als flauschige kleine Comic-Kugeln in meiner Columne wiederauferstehen.
Die Geschichte beginnt mit meiner Schwester und mir – zwei Persönlichkeiten, die sich gegenseitig perfekt ergänzen. Schon früh waren passende Spitznamen gefunden:
Sie war Hupps, und ich war Hä?
Warum Hupps?
Nun, das war offensichtlich. Meine Schwester war schon immer ein quirliger Wirbelwind, eine wandelnde Energiequelle auf zwei Beinen. Schon morgens, kaum waren die Augen offen, sauste sie durchs Haus wie ein Flummi, stieß an jede Ecke, stolperte über dieselbe Bodenschwelle – und kommentierte das Ganze mit einem fröhlich-unerschütterlichen „Hupps!“.
Das passt zu ihr. Sie ist ein Mensch, der in Bewegung bleibt – innerlich wie äußerlich. Schnell denkend, schnell sprechend, schnell handelnd. Sie motiviert, reißt mit, und wenn dabei mal jemand aus Versehen unter die Räder kommt, war’s eben – richtig geraten – gar nicht schlimm, sondern nur ein „Hupps“.
Und dann war da noch ein Hä?
Ich laufe selten gegen Wände, dafür aber öfter in Gedanken verloren durch andere Dimensionen. Während meine Schwester die Welt in Tempo-100-Taktung erlebt, bin ich eher Typ „Tiefseetaucher im Imaginationsmeer“. Ich verliere mich gerne – in Ideen, in Bildern, in Geschichten.
Und da in meiner weiten und flexiblen Logik irgendwie immer alles möglich scheint, frage ich oft nach – man will seine Mitmenschen schließlich verstehen. Um meine Energie lieber zu sparen, als sie wegzuhuppsen reicht bei mir bis heute ein einfaches “Hä?”. Wer mich kennt, dem klingen auch diese zwei neugierigen Buchstaben im Ohr.
So entstanden unsere Spitznamen. Zwei kleine Wörter, die zu Symbolen unserer Wesenszüge wurden: Bewegung trifft Neugier, Tatendrang trifft Tiefgang, Energie trifft Reflexion.
We love it!
Und da haben wir sie wieder: Zwei Seiten einer Medaille, die sich gegenseitig ergänzen. Der eine denkt, der andere springt. Der eine fragt, der andere macht. Zusammen ergeben sie den perfekten Rhythmus – fürs Leben, fürs Lernen, fürs Lachen.
Diese beiden kleinen Geister sind mir bis heute treu geblieben. Und wenn ich “Geister” sage, meine ich natürlich keine weißen Bettlakengestalten, sondern zwei dem menschlichen Geist entsprungene Wesen, die einer Idee ihre Form geben. Und doch haben diese beiden etwas von kleinen Gespenstern – spuken sie mir doch nach wie vor im Kopf herum.
Ich nenne sie „Geister“, weil sie mich begleiten, mir Ideen zuflüstern und manchmal mitten in meinen Gedanken auftauchen – genau wie früher. Nur dass sie ab heute in Form von zwei niedlichen, Plüschkugeln ihr Eigenleben führen.
Hupps & Hä? – das sind kleine Momente voller Humor, Lebensfreude und augenzwinkernder Philosophie. In ihrer Rubrik dürfen sie all das verkörpern, was mich schon als Kind fasziniert hat: die spielerische Balance zwischen Bewegung und Besinnung, Leichtigkeit und Tiefe.
Oder, um es in ihren Worten zu sagen:
Hupps sorgt dafür, dass das Leben nicht stehen bleibt.
Und Hä? fragt immer wieder, wohin es eigentlich geht.
Ein unschlagbares Duo, wenn du mich fragst.
